Amoxil

Generika Amoxil

Auf dem heutigen weltweiten Markt befinden sich tausende und abertausende Medikamente. Zu Beginn sind deren neueste Wirkstoffe stets patentgeschützt, sodass sie nur von den rechtlichen Urhebern produziert werden dürfen. Sobald aber 10 bis 15 Jahre verstrichen sind, ist es auch anderen Pharma-Unternehmern bzw. -Unternehmen gestattet, jene Wirkstoffe herzustellen. Die Medikamente, welche auf diese Weise produziert werden, bezeichnet man als Generika, welche rezeptfrei erworben werden können.

Ein Generikum ist eine nahezu identische Kopie des entsprechenden Originals, welches unter einem Markennamen schon längst in weltweiten Umlauf geraten ist. Allerdings unterscheidet es sich zuweilen in der Herstellung, als auch im Bezug auf die verwendeten Hilfsstoffe. Die Ähnlichkeit zum Original beträgt aber dennoch meist bis über 95 Prozent.

Generika unterliegen denselben strengen Prüfungsverfahren, wie andere Arzneimittel auch, bevor sie auf den Markt gelangen. Die Qualität wird von stattlichen Aufsichtsbehörden bis ins kleinste Detail geprüft, sodass die Präparate genau wie ihre Originale perfekt abschneiden müssen, um zugelassen zu werden. Ein Generikum, das regulär erworben wird, entspricht also derselben Sicherheit und Wirksamkeit, wie das ehemals patentierte Medikament auch. Allerdings ist der Vormarsch von Generika in die Marktwirtschaft eingeschränkt, um die Rechte des ursprünglichen Herstellers, der einst das Patent anmeldete, zu wahren.

Angeboten werden diese Kopien in der Regel unter international freigebenden Namen der entsprechenden Wirkstoffe – in Kombination mit dem jeweiligen Herstellernamen. Ausnahme bilden dabei sogenannte Markengenerika, welche ihre Wirkstoffe unter einem neuen Namen anbieten, ohne dabei über das Patent zu verfügen. Es kann auch vorkommen, dass diese Markengenerika technologisch auf einem höheren Stand sind, als die originalen Arzneimittel. Ein anderer, nicht zu bestreitender Vorteil an Generika ist, dass sie oftmals kostengünstiger angeboten werden, als die patentierten Originale. Das liegt an den entfallenden Forschungs- und den geringfügigen Entwicklungskosten. Sie können dadurch bis zu Zwei-Drittel billiger erworben werden, als die ursprünglichen Patentmittel. Dieser Fakt sorgt dafür, dass sie sich hervorragend eignen, um in Entwicklungsländern angewandt zu werden, da teure Originalarzneimittel kaum bis gar nicht erschwinglich für die dortige Bevölkerung sind. Innerhalb der Arzneimittel-Therapie sind Generika ebenfalls fest etabliert. Zum einen, weil sie trotz ihrer Wirksamkeit für gesetzliche Krankenversicherungen weniger kostspielig als Originalprodukte sind, und zum anderen, weil sie dadurch, dass sie rezeptfrei erworben werden können, keiner Zuzahlung der Krankenkasse erfordern.

Ein Beispiel für diese patentfreien Arzneimittel stellt das Antibiotikum Amoxil – unter dem Fachnamen Amoxicillin bekannt – dar. Als Generikum lässt es sich z.B. ganz einfach rezeptfrei in Online-Apotheken erwerben.

Amoxil gehört zu den Penicilline und wird zur Behandlung bakterieller Infektionen bzw. Infektionskrankheiten eingesetzt. In einer fixen Kombination wird es zumeist mit Clavulansäure verwendet, sodass eventuelle Resistenzen der zu bekämpfenden Bakterien gegenüber dem Antibiotikum annulliert werden können. Im Gegensatz zu Ampicillin ist es weniger schädigend für die Darmflora. Bei den Infektionskrankheiten, gegen die Amoxicillin angewandt wird, handelt es sich um bakterielle Infektionen des Magen-Darm-Traktes, des Mittelohrs, der Gallen- und der Harnwege, sowie Atemwegsinfektionen, Rhinosinusitis (Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen, genannt Sinusitis) und in seltenen Fällen auch Infektionen der Haut (beispielsweise durch Tierbisse). Hinzu kommen Streptokokken-Angina, akute Bronchitis, die Eradikation von Helicobacter pylori, Lyme-Borreliose, Endokarditis-Prophylaxe und zuletzt Blasenentzündung während der Schwangerschaft. Die zu bekämpfenden Bakterien, gegen die Amoxil wirkt, sind grampositiv und in einigen Fällen gramnegativ. Diese werden dadurch angegriffen, dass das Antibiotikum durch Inhibition der Transpeptidasen eine hemmende Wirkung auf die bakteriellen Zellwandsynthese hat.

Amoxicillin kann in unterschiedlichen Formen verabreicht werden – Tabletten, Filmtabletten, dispergierbare Tabletten, Pulver, Granulat für Suspension, Infusions- und Injektionspräparat; sogar als Tierarzneimittel. Eingenommen wird es vorzugsweise zu Beginn einer Mahlzeit, da es zu diesem Zeitraum am Verträglichsten ist und der Körper die Wirkstoffe des Antibiotikums dann leichter aufnimmt. Dabei kann es vorkommen, dass Überempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Candida-Infektionen und Hautausschläge (mit oder ohne Juckreiz) nach der Einnahme auftreten. Im Falle solcher Nebenwirkungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Amoxil besitzt eine kurze Halbwertzeit von einer bis maximal anderthalb Stunden und wird in der Regel renal (ergo von der Niere ausgehend) abgebaut bzw. ausgeschieden. Entsprechend der medizinischen Anordnungen wird es drei mal täglich verabreicht – zuweilen auch nur zwei mal täglich; abhängig von der zu behandelnden Infektion. Im Falle, dass Suspensionen mit Amoxicillin bei Kindern eingesetzt werden, ist dringend darauf zu achten, dass diese immer frisch zubereitet werden. Das bedeutet, dass auch im Falle mehrerer Flaschen zur Behandlung stets nur eine zubereitet und eingenommen wird, um dem schnellen Verfall des Arzneimittels entgegenzuwirken.

Aufgrund einer Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen sollte vor der Einnahme von Amoxil ein Arzt überprüfen, ob auch keine Unverträglichkeit oder gar Allergie gegen das Penicillin vorliegt. Andernfalls könnte der Gebrauch von Amoxicillin geringfügige bis hin zu fatale Folgen haben. Unter den bisher genannten Nebenwirkungen ist besonders die Infektion durch Candida-Pilze äußerst unangenehm. Diese tritt in Form von Scheidenpilz, Mundsoor und Hautpilzinfektionen auf. Bauchschmerzen machen sich via Magendruck und Flatulenz bemerkbar. Sehr selten kommt es auch zu toxischer, epidermaler Nekrolyse und anaphylaktischen Schocks.

Hautausschläge bei Gebrauch von Amoxil werden häufig beobachtet und sind selten ein Ausdruck für eine bestehende Allergie. Die restlichen Nebenwirkungen tauchen in geringen bis eher unwahrscheinlichen Fällen auf. Solange ein Arzt konsultiert wird, um die Einnahme von Amoxil zu überwachen, ist es also im Normalfall unbedenklich, es in Form von Generika rezeptfrei zu erwerben.