Diflucan

Generika Diflucan

Bis vor Kurzem mussten Patientinnen, die an einer durch den Candida-Pilz hervorgerufenen Scheidenpilzinfektion litten, diese mittels einiger über Tage hinweg eingeführten Scheidenzäpfchen behandeln. Das empfanden die meisten Betroffenen als sehr unpraktisch und umständlich, außerdem hatten die Patientinnen während der Behandlung meist sehr starken unangenehmen Ausfluss. Doch dank des oral einzunehmenden Generika Diflucan, gehört dies nun der Vergangenheit an. Doch nicht nur bei Frauen mit Scheidenpilzinfektion hilft das rezeptfreie Medikament hervorragend, sondern auch bei vielen anderen Pilzinfektionen, Bauchfellentzündungen, Kryptokokkeninfektionen, Harnwegsinfektionen und Lungenentzündungen wird Diflucan eingesetzt.

Der Wirkstoff Fluconazol, welcher im Generika Diflucan enthalten ist, wirkt gegen eine Vielzahl pathogener Pilze wie Histoplasma capsulatum (Hefe- oder Schimmelpilz, Erreger der Histoplasmose), Candida (Hefepilz der Darmflora), Epidermophyton (Hautpilz), Microsporum (mikroskopisch kleine Pilzsporen), Cryptococcus neoformans (hefeähnlicher, bekapselter Pilz, Erreger der Kryptokokkose) ­uvm. Flucanozol unterbricht regelmäßig und in vom Arzt empfohlenen Dosen, die Umwandlung von Lanosterol zu Ergosterol im Pilz, sodass es zu Defekten in der Pilzmembran kommt.
Aus diesem Grund wird das rezeptfreie Diflucan zum einen natürlich bei Hefeinfektionen der Vagina eingesetzt, zum anderen aber auch bei Hefepilzinfektionen im Mund, dem Bauchraum, der Kehle, des ­Osophaguses und des Blutes. Genauso wirkungsvoll sind diese Generika aber auch bei Meningitis, wenn diese durch Pilze hervorgerufen wurde. Patienten, deren Immunsystem durch Bestrahlungs- oder Chemotherapien geschwächt ist und sie sich deshalb infiziert haben, können beispielsweise keine Knochenmarktransplantation bekommen, bevor die Infektion nicht komplett ausgeheilt ist. Auch hier wird das Generika Duflucan eingesetzt, um das Pilzwachstum zu hemmen und die immundrückende Therapie zu unterstützen.

Aber auch wer unter unschönen Pilzinfektionen der Haut leidet, kann diese mit dem rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlichen Diflucan behandeln. Da es sich hierbei um ein generisches Antibiotikum handelt, sollte es auch noch kurze Zeit nach dem Abheilen eingenommen werden, um eine erneute Infektion zu vermeiden.
Auch wenn die Generika rezeptfrei erhältlich sind, sollte jeder Patient aber zunächst einen Arzt aufsuchen, um zum einen abzuklären, ob es sich tatsächlich um eine durch die erwähnten Pilze hervorgerufene Infektion handelt, aber zum anderen auch, damit der Arzt bestimmen kann, in welcher Dosierung und über welchen Zeitraum hinweg, Diflucan eingenommen werden soll. Manchmal reicht schon die einmalige Einnahme des als Tablette, Kapsel oder flüssige Lösung erhältlichen Generika, manchmal kann die Behandlung aber durchaus auch mehrere Wochen dauern. Dies hängt zum einen davon ab, wie weit fortgeschritten die Infektion bereits ist, zum anderen aber auch von der Art des Erregers. Bei der vorbeugenden Behandlung vor oder während einer immundrückenden Therapie wird sowieso ein Arzt über die Dosierung und Länge der Behandlung mit den rezeptfreien Generika entscheiden.

Die Zusammensetzung von Diflucan:
Als Wirkstoff enthalten diese Generika ausschließlich Fluconazol. Bei der Kapselform sind noch Lactosum, Maydis amylum, Silica colloidalis anhydrica, Magnesii stearas und Natrii laurilsulfas als Hilfsstoffe enthalten und die Kapselhülle besteht aus Gelatina und Titanium dioxidum.
Wer bereits früher allergisch auf Fluconazol, eines der anderen Inhaltsstoffe oder verwandte antimykotische Azol- oder Triazol-Präparate reagiert hat, darf das rezeptfreie Diflucan nicht verwenden. Auch wer bereits andere Medikamente ­einnimmt, die Cisaprid, Pimozid oder Terfenadin enthalten, darf Diflucan nicht gleichzeitig verwenden. Ob Diabetiker, Epileptiker, Asthmatiker oder Patienten die Antikoagulantien (Blutverdünner) einnehmen Diflucan verwenden dürfen, muss vor der Einnahme unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.
Damit die antimykotische Wirkung von Diflucan erhalten bleibt, sollte während der Behandlung auf die Verwendung von Johannis-Kraut-Extrakten verzichtet werden. Wer schwanger werden möchte oder bereits ein Kind erwartet, sollte dies vor der Einnahme von Diflucan mit seinem Arzt besprechen, dies gilt natürlich auch für Mütter, die ihr Kind stillen.